Baseball and Cape Cod reloaded
Neue Woche, neuer Eintrag...
Nach dem Hummergelage ging es Dienstag nach der Arbeit nochmal mit Olga zum Hafen. Wir wollten checken, welche Faehren wir mit unserem Ticket benutzen koennen, in der Hoffnung vielleicht auf die Boston Harbor Islands zu kommen. Leider Fehlanzeige. Also sind wir einfach nur was am Wasser langspaziert und haben ein paar Fotos geschossen:
Am Mittwoch haben wir uns nach der Arbeit in Cypress getroffen um auf dem Sportplatz gegenueber Baseball zu spielen. Stephan hatte sich nen Schlaeger bestellt, welcher ja ausprobiert werden musste. Anfangs waren wir weniger erfolgreich und jeder Schlagversuch endete mit einer Pirouette und damit, dass der arme Fussballspieler hinter uns wieder den Ball zurueckwerfen musste. Nach einer Weile wurden wir besser, aber die Sicherheit von uns allen ging mit der Sonne unter. So haette Stephan beinahe Ingos Kopf mittels Baseball vom Hals getrennt. Also besser aufhoeren und ab ins "Sunset Grill and Tap", wo ich schon seit ich hier bin hin wollte. Es ist eine Bar ganz in der naehe unserer Wohnung und verkauft ~300 Sorten Bier (unter anderem Reissdorf Koelsch (!!!) - fuer 9$ (!!!!!)). Ich hab mir dann erst mal ein "Fishermans Kolsch" und danach ein "Cambridge Regatta Golden Koelsch" - 2 Biere in Anlehnung an die Koelner Braukultur, wenn auch eher magere Versuche. Die Kneipe an sich war auch sonst sehr gemuetlich und ich denke da geh ich noch mal hin.
Fishermans Koelsch:
Cambridge Regatta Golden Koelsch:
Donnerstag entschieden wir uns, etwas ruhiger zu machen und haben einen von Ingo empfohlenen Film ("Oldboy") geguckt. Das gute Stueck war auf koreanisch mit Englischen Untertiteln, was das Folgen etwas erschwerte. Der Film war gut gemacht, dennoch nicht ganz mein Fall.
Am Freitag bin ich mit Olga direkt nach der Arbeit zum Beacon Hill in Downtown, eine weitere Einkaufsstrasse in Boston wo ich ein Boston Red Sox T-Shirt guenstig erstanden habe, so dass ich jetzt noch besser ins Stadtbild passe (diese Art Shirts/Pullover hat hier wirklich JEDER).
Zuhause angekommen war dann auch schon Bettruhe angesagt, weil wir Samstag Richtung Cape Cod aufbrechen wollten.
Also ging es Morgens los, Ingo (er hatte den Mietwagen am Abend vorher schon abgeholt), Steffi, Olga und ich.
Erstes Ziel der Reise war Plymouth, eine Geschichtstraechtige Stadt in der die Pilgrims zum ersten mal einen Fuss an Land gesetzt haben. Und zwar genau auf diesem Stein:
Ansonsten liegt im Hafen noch die Mayflower - das Schiff der Pilger, dass einige Fahrten von England nach Amerika hinter sich gebracht hat. Naja, die eigentliche Mayflower hat ein paar Fahrten gemacht und dann dachten sich die Leute (ganz in den Worten unseres bessenicher Nachbarsjungen Michael) "Tun mer alles verstauchen" und das Ding wurde Brennholz.
Aber es gab ja die Mayflower II - ebenfalls ein paar Fahrten gemacht und dann gesunken. Letztlich war das Schiff was man dort sah ein Nachbau der Mayflower. Nur hatte man leider keine Aufzeichnungen wie sie denn aussah, drum hat man einfach ein typisches Handelsschiff des 17. Jahrhunderts nachgebaut und wollte dafuer 10$ Eintritt. Ich brauche wohl nicht zu sagen, dass wir uns das gespart haben.
Mayflower die 129087ste:
Juniflower ;-):
Trinkt aus Piraten Joho:
Als letztes gabs noch ein Monument fuer die Pilgrims zu sehen. Diese ziemliche grosse Statue ist ein Prototyp fuer die Freiheitsstatue gewesen:
Von Plymouth ging es weiter nach Yarmouth, das Kaff in dem wir unser Hotel gebucht hatten. Alles kein Problem, wir ham ja die Route zur 216 Main Street Yarmouth ausgedruckt. Bloed nur, dass es die gleiche Strasse nicht nur in Yarmouth sondern auch in West-Yarmouth gab, wo unser Hotel eigentlich gewesen waere. Ein netter Opa hat uns aber aus der Patsche geholfen, wenn auch er etwas verwirrt ueber Ingos und meine Begleitung war: "Are yoou dating those girls?" und mit einem Fingerzeig auf Olga "this girl is only 10" was allgemeines Gelaechter bei uns ausloeste und die Fahrt bis WEST-Yarmouth verkuerzte.
Endlich am Hotel angekommen erwarteten wir erst einmal das Schlimmste, da wir schliesslich nur ca 16$ pro Person inkl. Fruehstueck bezahlen mussten. Wir wurden positiv ueberrascht - auch wenn das Hotel aussah wie so ein ganz schaebiges Ding in Filmen war es sauber (insbesondere das Bad), geraeumig und die Betten bequem. Nur ein wenig duster wars im Zimmer so dass wir schnell wieder raus sind um an den Strand zu gehen. Der Himmel war seit Morgens bewoelkt und obwohl ich die Sonne die ganze Zeit angekuendigt habe wollten die anderen mir nicht glauben - bis die Wolkendecke aufbrach und tatsaechlich die Sonne rauskam. Ingo und ich haben uns die Zeit ein wenig mit Frisbee vertrieben und wir sind alle mal mit den Fuessen kurz ins Wasser, welches waermer als beim ersten Besuch am Cape schien.
Hier ein paar Bildchen dazu:
Unser Hotel:
Viele Mupfeln:
SONNE!!!
An einer weiteren - von der Natur her sehr interessanten - Stelle haben wir noch ein paar Fotos gemacht:
Abends gings nochmal kurz zum Hotel und dann auf die Suche nach einem netten Restaurant. Das Yarmouth House sah von aussen schon gut aus und auch von innen war es wirklich top. Also haben wir fuerstlich gespeist, gequatscht und ein wenig eine Hochzeitsgesellschaft begutachtet. Wirklich randvoll gefuttert gings zurueck ins Hotel. Auf der Tour waren wir irgendwie sehr aufgedreht. Entweder wir hatten was im Essen, oder das gesamte Blut ist aus dem Hirn in den Magen gesackt um dort die Speisen zu verarbeiten. Nach ein bissl mehr gequatsche und einer Runde "Wer bin ich?" sind wir ins Bett um fit fuers Strandhopping am naechsten Tag zu sein.
Der Tag fing mit einem sehr suessen Fruehstueck (inkl. frischer Waffeln) an und nachdem wir ausgecheckt hatten war Chatham unser Ziel. Das ist einer der Orte an dem wir beim letzten mal schon waren und hat in meinen Augen den mit Abstand schoensten Strand am Cape:
Man beachte das Red Sox T-Shirt:
Kaum am Strand angekommen wurde die Wassertemperatur getestet - Ergebnis: ARSCHKALT!!! Die Fuesse schmerzten beim reingehen, also schnell wieder raus, schliesslich gabs im Strand ja noch die 2 riesigen Pfuetzen welche sicher waermer sind. Also hin da und festgestellt das die Suppe sehr gruen war. Zurueck zum Handtuch und erst mal sonnen.
Dann wieder ein Versuch: Erst mit den Fuessen ein wenig rein und schnell wieder raus. Das ganze nochmal. Beim dritten mal bin ich dann reingerannt und es kam sehr unerwartet eine Stufe so dass ich komplett im Wasser war. Meine Lunge wurde vor Kaelte zusammengepresst und ich bin dann schnell wieder raus. Draussen dann ein herrlich erfrischtes Gefuehl, also wieder rein, raus, rein, raus,...Nach kurzer Zeit folgte auch Ingo. Steffi liess sich lange Zeit um dann einen Sprint ins Wasser hinzulegen und da ich mein eigenes Gesicht beim Reingehen nicht sehen konnte befinde ich ihres zum komischsten an dem Nachmittag. Augen und Mund jeweils so weit aufgerissen dass man nicht mehr wusste was davon groesser war. Aber auch sie hat es ueberlebt.
Nach ein paar weiteren Eisduschen (laut Internet war die Wassertemperatur bei ca 13 Grad) gings zum trocknen wieder an Land. Olga und ich haben auf der faulen Haut gelegen waehrend Ingo und Steffi beim Spaziergang sogar einen Seehund auf einer Sandbank entdecken konnten. Und dieses komische Ding, was mir aufgrund seiner Form erst mal als Hut diente:
Dann hatten wir genug von diesem Strand und es ging zum naechsten, dem Head of the Meadow Beach. Eigentlich wollten wir dazwischen zum Coast Guard Beach und zum Mayo Beach gefahren sein, ersterer war jedoch nur noch mit Shuttlebussen (Parken 15$/Tag) erreichbarund zweiteren haben wir schlichtweg verpasst. Am Strand haben wir noch mal die Wassertemperatur getestet aber nicht mehr den Mut zusammengenommen wirklich reinzugehen. Stattdessen habe ich mit Ingo noch ne runde Frisbee gespielt:
Racepoint Beach:
Herring Beach:
Letzte Station war Provincetown. Auch wenn ich das bei einigen anderen Staedten schonmal geschrieben hab - auch diese Stadt war sehr schoen anzusehn und die kleine Einkaufsstrasse (geschmueckt mit sehr vielen portugiesischen (warum auch immer ?!)) Flaggen wurde einmal abgewandert, und dabei der Ruf von Provincetown als schwulen Hochburg bestaetigt. Irgendwie hatten wir alle das Gefuehl, welches Olga aussprach - das ist so absolut nicht Amerika hier.
Zum Abschluss unseres Cape Cod Trips haben wir dann noch in einem italienischen Restaurant eine Pizza gegessen und sind dann ohne Probleme oder Umwege zurueck nach Boston, am Flughafen den Mietwagen abgeben und mit der Bahn ab nach Haus.
Hier noch die Bilder aus Provincetown:
Sehr friedlich:
Sehr interessant:
Sehr schwul:
Ein abermals sehr gelungener Ausflug - danke an alle Beteiligten :)
Der naechste geht am Wochenende (inkl. freiem Montag) nach NEW YORK und vorher (morgen) zum Baseballspiel Boston Red Sox - New York Yankees.
Bis naechste Woche,
Sebastian
Hallo Sebastian,
AntwortenLöschentolle Bilder,tolle Berichterstattung,aber eins fehlt noch----Ein Bild im FC-Trikot.
Gruß Heinz.
Hey Sebastian,
AntwortenLöschensuper Bericht mit tollen Bildern!
Hallo Sebi,
AntwortenLöschendas sieht aber alles verdammt entspannt aus - tolle Fotos! Ich freu mich jetzt schon auf deinen Bericht über New York.
Gruß an die Freiheitsstatue!
Sandra
Hallo, Sebastian
AntwortenLöschenMal wieder aus der Mittagspause - diesmal mit Erdbeeren aus unserem Garten.
Auch ich bin ganz begeistert.
Aber mal ganz im Ernst - Du gehst doch noch arbeiten, oder???
Kannst Du uns davon auch nochmal was berichten
und zeigen?
LG
Mama
Hi Sebi.
AntwortenLöschenNö, Berichte von der Arbeit wollen wir hier nicht ;-) Nachher finden wir noch raus dass deine Arbeit mehr Spaß macht als unsere Freizeit^^
(Entschuldige, Irmgard, das musste ich jetzt sagen!)
Greetings, and keep up the good *work*!
Prost,
Alex.